WELTKUNSTZIMMER – Labor für Kritik und Weitsicht

Mittwoch, 09. Dezember 2015, 19 Uhr / Happy Hour – Eine Abendperformance der Klasse Daniele Buetti

Mit einer ungewöhnlichen Performance beschließt die Reihe „Labor für Kritik und Weitsicht“ ihr 2. Quartal zum Jahresende 2015.
Eine Performance im Sinne bildender Kunst ist weder wie ein Drama, eine Theateraufführung oder ein Event vorstrukturiert. Sie ist ein offener künstlerischer Prozess in eigener Zeit, der sich als unmittelbare körperliche Handlung und Präsenz ereignet. Die Zeit, der Raum, der Körper des Künstlers und eine Beziehung zwischen den Künstlern und dem Zuschauer bilden auch die vier Grundelemente von „Happy Hour“. Mit ihrer ca. fünfstündigen Performance laden 15 AkteurInnen zu ungewöhnlicher verbaler und non-verbaler Kommunikation in den sechs Räumen der Gästezimmer des WELTKUNSTZIMMER ein.
Was definiert und bestimmt Momente glücklicher Erfahrung?
Gehen Sie auf Tuchfühlung. Erleben Sie die Kunst der Berührung!

Hanna sitzt Ihnen gegenüber. Egal, was sie tun, sie spiegelt es genau.
Hyo hat noch Platz auf ihrem Teppich. Sie trinkt mit Ihnen Tee.
Nicolas schneidet, formt, schenkt es Ihnen.
Kerstin ist ehrlich.
Wenn Sie mit Susanne tanzen wollen, will sie unbedingt mit Ihnen tanzen.
Miriam verschenkt Persönliches.
Wenn Sie kein Französisch verstehen, hören Sie Niklas genau zu.
Sie legen sich zu Luisa. Sie massiert Ihr Gesicht.
René sitzt auf dem großen Sofa. Er singt Ihnen ein Liebeslied.
Katharina kann mit ihren Nasenflügeln flattern, das sollten Sie sehen.
Roman führt mit Ihnen das beste Gespräch, dass er jemals mit Ihnen geführt hat.
Vato berührt Sie.
Sie sitzen im genau richtigen Abstand neben Stephanie und bekommen von ihr unvergessliche Dinge berichtet.
Sebastian ist nicht Ovid, aber fast.
Manuel bricht sich die Zunge für Sie.

Performer und Performerinnen:
René Haustein, Niklas Heidemann, Myriam Helminger, Phillip Höning, Seunghyo Jung, Luisa Kömm, Sebastian Liebl, Jan Partke, Roman Podeszwa, Hanna Schneider, Kerstin Schneider, Stephanie Sczepanek, Katharina Siemeling, Vato Sikharulidze